Wie lange kann ich mit meinem alten Hund spazieren gehen?

Alter Hund geht spazieren

Der alte Hund – Wie viel Bewegung ist noch nötig?

Lange Jahre ist der Bewegungsdrang eines Hundes ein bestimmendes Element für den Tagesablauf in unserem Alltag. Mehrere kurze Gassirunden werden von unseren geliebten Vierbeinern ebenso eingefordert wie ausgedehnte Spaziergänge und intensive Spieleinheiten. Dieser Bewegungsdrang lässt mit fortgeschrittenem Alter mehr und mehr nach. Ein alter Hund wird bei weitem nicht so häufig und ausgedehnt spazieren gehen wollen, wie in jungen Jahren. Dennoch ist ein gewisses Maß körperlicher Aktivität und Bewegung für Hunde jeden Alters enorm wichtig. Die individuelle körperliche Konstitution des Hundes entscheidet dabei, welches Maß an Bewegungsintensität und -dauer ihm wirklich gut tut.

Körperliche Aktivität im Alter ist für Hunde genauso wichtig wie für uns Menschen. Wer mit seinem Tier regelmäßig draußen unterwegs ist, fördert aktiv eine gute Durchblutung der Organe und unterstützt eine optimale Sauerstoffversorgung. Abgesehen von den medizinischen Faktoren ist auch nur ein glücklicher Hund ein wirklich gesunder Hund: Durch die Befriedigung des Bewegungsdranges Ihres Tieres sorgen Sie für Zufriedenheit und den Abbau von Stresshormonen.

Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung mit angemessener Intensität – Genau so, wie es für die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes richtig ist.

Diese Bewegungsempfehlung gilt übrigens auch dann, wenn Ihr Hund bereits unter gewissen körperlichen Beschwerden leidet. Die täglichen Spaziergänge sollten in solchen Fällen zwar in Ihrer Länge und Intensität angepasst, jedoch nach Möglichkeit nicht komplett aus dem Alltag des Hundes gestrichen werden. In unserem Artikel „Geriatrie bei Hund und Katze – Unsere Senioren“ informieren wir Sie ausführlich zum Zustand der älteren Vierbeiner und erklären, worauf Sie bei Hunden im Alter achten müssen.

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Spazieren gehen mit dem alten Hund – Darauf sollten Sie achten

In erster Linie gilt es, das richtige Maß zu finden. Solange sich Ihr Tier in einem guten körperlichen Zustand befindet und offensichtlich Spaß an den Bewegungseinheiten hat, können Sie ihm diese in der Regel auch weiterhin zumuten. Das Stichwort bei alten Hunden lautet: „fördern, nicht fordern”. Während regelmäßige Bewegung zwar wichtig ist, kann eine Überbelastung bei alten Tieren schneller Erkrankungen und körperliche Leiden nach sich ziehen, als das bei jüngeren der Fall ist. Warum daher regelmäßige Voruntersuchungen richtig und wichtig sind, haben wir an anderer Stelle erläutert.

Wie oft und wie lange Sie mit Ihrem alten Hund spazieren gehen sollten, lässt sich also nicht so einfach pauschal festlegen. Viele individuelle Faktoren spielen eine Rolle und sollten bei der Suche nach einer angemessenen Bewegungsintensität beachtet werden. Dazu zählen neben Alter und gesundheitlichen Zustand auch die Rasse des Tieres. Probieren Sie aus, was Ihrem Tier gut tut und welche Distanz und Dauer am Besten ist. Verlassen Sie sich statt auf grobe zeitliche Empfehlungen und pauschale Angaben lieber auf die Signale Ihres Hundes. Sie als Halter*in kennen Ihr Tier in der Regel gut genug, um diese richtig deuten zu können. 

Ein alter Hund läuft nicht mehr so wie ein junger – aber immer noch gerne! Passen Sie Distanz, Intensität und Dauer der Bewegung den individuellen Bedürfnissen Ihres Tieres an.

Neben der Dauer und Distanz sollten Sie außerdem auf die Intensität der Spaziergänge achten. Während Ihr Hund Sie früher vielleicht liebend gern auf der wöchentlichen Jogging-Runde begleitet hat, ist ein Dauerlauf über Stock und Stein im Alter nicht immer die beste Idee. Passen Sie sich dem Tempo Ihres Vierbeiners an. Zur Intensität einer Aktivität zählt dabei auch der Untergrund für den Spaziergang. Asphalt als Grundlage belastet die Gelenke der „Senioren” mehr als ein weicher Wald- oder Wiesenboden. Hier wird der Bewegungsapparat geschont und die Pfote an heißen Tagen kühl gehalten. 

So gestalten Sie das Spazierengehen für Ihren alten Hund angenehm – Tipps und Tricks für altersgerechte Bewegung

Nur weil bei alten Hunden kürzere Gassirunden in den Fokus rücken heißt das nicht, dass Sie als Halter*in diese nicht auch interessant und unterhaltsam für Ihr Tier gestalten können. Solange Sie Ihrem Hund notwendige Pausen und Ruhephasen gönnen, wird er für jede Art von Abwechslung und spielerischen Elementen dankbar sein.

Erkundungstour statt Power-Run

Selbstverständlich gibt es Hunde, die selbst im fortgeschrittenen Alter noch sehr ausdauernd sind und denen längere Distanzen Spaß machen. Die allermeisten gehen den täglichen Spaziergang jedoch weitaus gemächlicher an als in jüngeren Jahren. Umher Spazieren, hier und da schnüffeln – so wird die kurze Gassirunde schnell zu einer richtigen Erkundungstour. Die Zeit, die es dafür braucht, sollten Sie sich auch nehmen.

So richtig spannend wird es auch dann, wenn Ihr Tier mal wieder eine völlig neue Umgebung erkunden kann. Hunde lieben zwar die Alltagsroutine von bekannten Routen, freuen sich dafür aber auch umso mehr, wenn man abseits „ausgetretener Pfade” läuft. Ohne Zeitdruck und Vorgaben, immer der eigenen Nase nach – diese Freiheit sollten Sie Ihrem Tier zumindest auch ab und zu mal gönnen. Das weckt den Entdeckertrieb, hält auf Trab und sorgt für geistige Fitness.

Fördern Sie Ihr Tier mit Übungen und Tricks

Die bereits angesprochene geistige Fitness erhalten Sie auch, wenn Sie dann und wann verschiedene Übungen in die Spazierrunde einstreuen. Nur weil Ihr Tier ein gewisses Alter erreicht hat heißt das nicht, dass die Tricks vergangener Tage komplett einrosten müssen. “Pfötchen geben”, apportieren oder mal ein „Sitz“ halten Ihr Tier auf Trab und sorgen für Unterhaltung. Fördern Sie Ihr Tier im Rahmen des möglichen weiter. Bewegung und Neugier erhalten nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Fitness. 

Zuhause fit bleiben

Am meisten Spaß macht Ihrem Hund und auch Ihnen die Gassirunde vermutlich, wenn diese so wenig wie möglich von der körperlichen Fitness des Tieres eingeschränkt wird. Diese erhalten Sie aber nicht allein durch die den täglichen Spaziergang. Bei einem alten Hund sollten Sie zusätzlich dazu tägliche Bewegungseinheiten einführen. Mit verschiedenen Übungen halten Sie den Bewegungsapparat auf Trab und verschonen ihn vor einer drohenden Alterslethargie. Übrigens: Ein solches Training schüttet auch Endorphine aus – Ihr Tier wird glücklicher.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wieviel Bewegung braucht ein alter Hund?

Ganz klar: in den meisten Fällen braucht ein alter Hund nicht mehr so viel Bewegung wie noch in jungen Jahren. Auf ein gewisses Maß an Bewegung sollten Sie jedoch bestehen. Tägliche Spaziergänge im Rahmen des körperlich möglichen fördern die Durchblutung, halten Bewegungsapparat und Muskel aktiv und sorgen für eine optimale Sauerstoffzufuhr.

Worauf sollte ich beim spazieren mit meinem alten Hund achten?

Bei alten Hunden ist der Bewegungsdrang eher eingeschränkt. Bei aller Liebe zur täglichen Gassirunde sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihr Tier nicht überfordern. Passen Sie Ihr Tempo dem Ihres Hundes an und nehmen Sie sich die Zeit, die es braucht. Dabei spricht aber nichts gegen eine Portion Spaß: Fördern Sie Tier auch im Alter mit kleinen Spielen und Tricks.

Wie lange sollten eine alter Hund spazieren gehen?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich nicht pauschal treffen. Faktoren wie Alter, Rasse und genereller Fitnesszustand Ihres Tieres haben Einfluss darauf, welche Dauer und Intensität für den Spaziergang angemessen sind. In der Regel tendieren alte Hunde dazu, mehrere kürzere Runden pro Tag den langen Distanzen vorzuziehen. Probieren Sie es einfach aus und achten Sie auf die Signale Ihres Tieres.

Wie oft sollte ich mit meinem alten Hund spazieren gehen?

Die richtige Häufigkeit für das Spazierengehen mit alten Hunden lässt sich nicht pauschal festlegen. Zwar ziehen Hunde im Alter oftmals mehrere kürzere Spaziergänge wenigen ausgedehnten Runden vor. Allerdings dies eine so individuelle Frage, dass nur Ihr Tier darauf eine Antwort geben kann. Achten Sie also genauestens auf die Signale, die Ihnen Ihr Tier vermittelt und versuchen Sie, diese so gut es geht zu berücksichtigen. 

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